Gottesdienst

Liebe Leser!

Ein Knospentrieb bricht auf, nichts Spektakuläres. Allergiker stöhnen, schon wieder geht es los, andere sagen, der Winter ist schon halb rum. Es geht wieder nauswärts, neues Leben in der Natur kündigt sich an. Die Zwei­ge stehen noch weitgehend kahl vor einem freundlichen blauen Himmel, aber sie haben schon Leben und wir mit ihnen, wenn die Grippezeit sich dem Ende zuneigt. Das Leben ist Kommen und Gehen und meist empfinden wir es wie Gehen und Kommen. Menschen um uns sind nicht mehr, Situatio­nen an die wir immer gewöhnt waren, ändern sich grundlegend.

Wie lange sind wir mit den Kindern zum Kindergarten, wie lange sind die Schulkinder um halb zwei erst mit dem Schulbus heimgekommen, andere sagen: wie lange bin ich jeden Tag zur Arbeit oder wie lange bin ich ins Heim zur Mutter...Und anderes kommt, Kinder werden geboren, neue Herausforderungen treffen uns, wir vermögen Neues ins Werk zu setzen.

Passend zu unserem Titelbild gibt es ein Lied im Gesangbuch:

Freunde, dass der Mandelzweig, wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeit, dass die Liebe bleibt? (Schalom Ben Chorin, Lied EG 659)

Und weiter unten heißt es ...wie das Leben siegt.

Wenn wir auf Ostern zugehen, dann bedenken wir den Sieg des Lebens. Trotz aller düsteren Prognosen und trotz des Leidens so unvorstellbar vieler Menschen hat Gott dem Leben die Chance ge­geben. In seinem Leidensweg hat Jesus so viel auf sich genommen und gerade in seinem Schicksal steckt Gottes Botschaft: Er lässt das Leben nicht verglimmen, sondern hat unseren Geist ins ewige Licht des lebendigen Jesus Christus getaucht. Das kann uns Kraft geben und uns zuversichtlich unseren Weg gehen lassen.

 

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Reinhard Caesperlein

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